Zitate"Geld ist das gesellschaftliche Recht, von Dritten
Arbeitsleistung (Lebenszeit) oder Güter einzufordern. Es ist deshalb nicht
unerheblich, mit welchen Methoden es verdient wurde. Ohne demokratisch
kontrollierten Eichmeister kann Geld kein Wertmassstab sein."
Ivo Muri,
im Oktober 2002
"Wer kraft Gesetz oder Marktmacht automatische
Geldströme an sich bindet, geht gegenüber der Gesellschaft eine grosse
Verpflichtung ein. Erst recht trägt Verantwortung, wer das Recht zum Schöpfen
von Geld nach alchimistischem Prinzip kraft Gesetz zugesprochen erhält. Diese
Institutionen und nur diese sind für die gerechte Versorgung der Wirtschaft mit
Geld verantwortlich. Liegt dieses Recht in privaten Händen, darf nicht der Staat
zum Sozialausgleich privater Versäumnisse verantwortlich gemacht werden. Rudolf
Weber-Fas hat in seinem Buch über die Staatsgewalt geschrieben: «Um Staaten von
grossen Räuberbanden zu unterscheiden, hat sich die hoheitliche Gewalt an klaren
rechtsstaatlichen Prinzipien zu orientieren.» Diese Maxime muss auch für Private
gelten, wenn sie staatshoheitliche Aufgaben übernehmen."
Ivo Muri (März
2002)
"Krieg und Geld sind vom Menschen gemacht. Sie basieren auf
falschen Feindbildern und falschen Machtansprüchen. Wenn es uns gelingt, den
Menschen zu erklären, dass es in der Politik um den Menschen geht, nicht um
Macht, dann gibt es Hoffnung, dass sich die Zeiten ändern.
Wer demokratisch
regieren will, braucht keine Feindbilder. Nur despotische Regierungen brauchen
Feindbilder zur Machterhaltung."
Ivo Muri (Januar 2003)
"Wir müssen aufpassen, dass wir nicht die Banken prügeln, für Versäumnisse
der Geldaristokratie. Prügeln wir die Banken, dann prügeln wir uns selbst. Es
sind die Alchemisten, denen wir das Handwerk legen müssen. Das Geldsystem gehört
als 4. Staatsgewalt unter demokratische Kontrolle, wie schon John F. Kennedy
dies verlangt hat."
Ivo Muri (Oktober
2001)
"Devisenhandel ist Handel mit Volksvermögen. Deshalb
ist Devisenbetrug und Devisenspekulation nichts anderes als Kolonialkrieg mit
Geld als Waffe."
Ivo Muri, (März
2001) "Der Unternehmer ist ein
Arbeiter, der im Unternehmergewinn seinen Arbeitslohn verdient, der ihm vom
Gewinn bleibt, nachdem ihm die Banken den Zins abgenommen haben, den der
Unternehmer erst aus den Arbeitern herauswirtschaften muss. Insofern bildet der
Unternehmergewinn keinen Gegensatz zur Lohnarbeit, sondern nur zum Zins."
Karl Marx, in: "Kapital",
"Unternehmergewinn und Zins"
"Wir brauchen diese Staatsbank,
um den Wucher zu bekämpfen, den Privatbanken heilsame Konkurrenz
entgegenzustellen und den mittleren und kleineren Gewerbestand vor der
Ausbeutung durch die in erster Linie auf eigenen Nutzen bedachten Privatbanken
zu schützen."
Gottfried Keller, zur Gründung der
Zürcher Kantonalbank, um 1850 "Denn nichts kann denen unfair erscheinen, die
gewinnen".
Shakespeare, Henry IV, Teil I, Akt V, Szene
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"Die Herrscher über den Austausch der Güter der Menschheit (Geldsystem)
sind aufgrund ihrer eigenen Sturheit und ihrer eigenen Unfähigkeit gescheitert,
haben ihr Scheitern zugegeben und abgedankt. Die Praktiken der skrupellosen
Geldwechsler stehen vor dem Gericht der öffentlichen Meinung unter Anklage und
werden von den Menschen vom Grunde ihres Herzens und ihres Verstandes
abgelehnt. .... Die Geldwechsler flohen von ihren hohen Sitzen im Tempel der
Zivilisation. Wir können diesen Tempel nun wieder seiner ursprünglichen
Bestimmung übergeben."
Franklin D. Roosevelt, Amtsantrittsrede des
Präsidenten der USA im März 1933
"Im Falle von Geld haben wir es mit etwas zu tun, das
in unserer Generation mit Methoden behandelt wird, die sich stark von den vor
hundert oder fünfzig Jahren üblichen Methoden unterscheiden. Als es noch eine
Vielzahl privater Banken gab, war das System der Kreditausgabe vielleicht noch
angemessen, doch mit dem Zusammenschluss der Banken sind wir nun an einem Punkt
angelangt, wo etwas, das allgemein gebraucht wird - nämlich Geld oder Kredit,
der im Dienste des Geldes steht -, in der Tat zu einem Monopol gewor- den
ist... Die private Ausgabe von neuen Krediten sollte in der modernen Welt
genauso behandelt werden wie die private Geldprägung in früheren Zeiten. Die
Banken sollten in ihrem Kreditpotential auf die von ihren Kunden hinterlegten
Geldbeträge beschränkt sein, während die Ausgabe neuerer Kredite die Aufgabe
einer staatlichen Behörde sein sollte. Dies bedeutet keineswegs eine Zensur der
Banken oder Bankiers. Sie haben das ihnen anvertraute System mit beispielloser
Rechtschaffenheit, Kompetenz und Gemeinsinn geführt. Doch das System hat sich
anormal entwickelt und dazu geführt - wie so oft, wenn eine anormale Entwicklung
über einen langen Zeitraum hinweg andauert -, dass etwas zum Herr wird, das
Diener sein sollte."
Reverend William Temple Erzbischof
von Canterburry London, 26. September 1942
"Ethisch betrachtet, waren die zwanziger Jahre (des 20. Jahrhunderts)
nicht nur eine Zeit der hemmungslosen Spekulation, sondern auch der Politik des
freien Marktes, der Herabsetzung der Regierung und des blinden Vertrauens in
den Nutzen des Laisser-faire-Kapitalismus und der Märkte für die Menschheit. Der
Börsenkrach (1929) und die Depression setzten dieser Entwicklung ein jähes
Ende." "Ein Geldsystem darf sich nie dem demokratischen Staat entziehen. Es
wäre doch fatal, wenn die Steuerhoheit bei privaten Geldaristokraten, statt beim
Staat liegen würde."
Steven Zarlenga
"Viele Regierungen machen den Fehler, den Reichen zu
viel Macht zu geben, ... Es kommt eine Zeit, da aus etwas nicht wirklich Gutem
etwas wirklich Böses wird, denn die Eingriffe der Reichen sind von
zerstörenderer Wirkung für den Staat als die Taten des
Volkes."
Aristoteles (384 - 322 v. Chr.)
"Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit stehen wir vor der
Frage, ob es die Menschheit geben soll - oder nicht. Die Sintflut ist
herstellbar!!! Entscheiden wir uns, es soll die Menschheit geben, so heisst das,
Eure Art Geschichte zu machen kommt nicht mehr in Betracht. Eine Gesellschaft,
die den Krieg als unvermeidlich erachtet, können wir uns nicht mehr
leisten."
Max Frisch, in: Die chinesische Mauer,
1946
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